Food Diary #1

Es ist an der Zeit mich mal wieder zu melden und nachdem ich doch ein paar Nachrichten bekommen habe, wie das denn nun so lief mit meinem Histamin und Weizen freien Jänner fangen, wir doch damit an.

Vorab muss ich noch sagen ich habe keine Histamin Allergie bzw. habe ich mich nicht testen lassen. Ich bin auch kein Arzt, meine Tipps und Tricks basieren auf meinen Erfahrungen und was ich im Internet dazu gelesen habe.

Wieso also auf Histamin verzichten?

Ich habe im Laufe der Jahre einfach gemerkt, dass mein Körper doch recht stark auf histaminhaltige Lebensmittel reagiert, wenn ich sie ihm zu oft unterjubel. Zu Weihnachten war es dann einfach mal wieder soweit, dass ich gemerkt habe okay mein Körper schreit schon förmlich „hör auf damit!“. Das habe ich es mir auch zu Herzen genommen und mir dachte „Verzichten wir auf No-Sugar January und machen lieber ein No-Histamin & No-Wheat January“. Weizen vertrage ich gar nicht und da er auch Histamin enthält bzw. den Abbau davon im Köper blockiert passt das ja ganz gut.

Kurze Sideinfo: Es gibt Lebensmittel wie Tomaten, die einfach Histamin haben und es gibt Lebensmittel wie Weizen, die den Abbau von Histamin verhindert (DAO Hammer).

Der Jänner wird oder war also mein „Reset“ Knopf für den Körper, damit ich jetzt wieder ausprobieren kann was geht und was geht nicht. –> Kaffee wird das Erst sein, was ich austeste und dieser hat gleich beides: Histamin und ist ein Histaminabbaublocker. Ich werde natürlich berichten. Aber wie geschrieben prinzipiell kann ja mein Körper damit umgehen, wenn ich ihn nicht überfordere. Ich werde also sicher weiterhin Lebensmittel meiden, die Histamin haben, aber nicht mehr ganz so streng.

Was esse ich also und wo hole ich mir meine Infos her?

Eine ganz liebe Freundin hat mir mal das Buch empfohlen ,Happy Healthy Food’ von Nathalie Gleitman empfohlen. Es ist voll mit super leckeren Rezepten die Histaminfrei, Glutenfrei (meistens, wenn nicht gibt es eine Glutenfreie Variante) und Laktosefrei sind. Ganz am Anfang schreibt sie nicht nur über ihre persönliche Geschichte zu dem Thema, sondern es gibt auch eine grobe Übersichtsliste mit allen histaminhaltigen Lebensmittel, ein Do’s und Don’t Liste und natürlich eine Liste mit all ihren liebsten Lebensmittel und aus denen kann man richtig leckere Sachen kochen und backen.

Ich hab mich also hingesetzt, das Buch gefühlt 100 mal gelesen mir Rezepte markiert die ich ausprobieren möchte. Immer nur 4 Stück maximal, damit ich nicht gleich überfordert bin und darauf losgekocht und gebacken. Mittlerweile sind nicht nur schon viele ‚will ich nachkochen’ Markierungen in dem Buch, sondern viele ‚hab ich gekocht und schreit nach einer Wiederholung’ oder ‚habe ich auch schon mehrmals wieder gekocht‘ 🙂

Mein absoluter Favorit sind die Haferkekse. Ich glaube, ich habe sie zwar nur einmal 1:1 vom Buch nach gebacken, aber sie sind meine Rettung, wenn ich mal keinen Bock auf Frühstück machen hab oder am Nachmittag zum Tee, anstelle von Schokolade (die hat nämlich auch Histamin, eh klar).

Haferkekse – meine Variante

Der Vorteil, wenn man nach so einem Buch kocht ist, man lernt gleich alle Lebensmittel kennen, die einem gut tun. Es ist für mich mittlerweile auch kein Problem mehr, in der Mittagspause in den Supermarkt zu gehen um mir was zu holen, weil ich weiß, worauf ich achten muss. Und für den Fall das ich mir unsicher bin, hab ich mir eine App auf mein Handy geladen, das mir klipp und klar anzeigt Histaminfrei (oder DAO) ja oder nein.

Natürlich ist es am einfachsten vorzukochen (und für mein Frühstück mache ich das auch meistens) aber ansonsten bin ich noch nicht so auf den „Vorkoch“ Geschmack gekommen. Es gibt so viele Zutaten und viele Rezepte sind so easy nach zu kochen oder abgewandelt nach zu kochen, dass es wirklich kein großes Problem für mich dar stellt.

Gab/Gibt es auch Fehler?

Ja, natürlich! Es wäre gelogen, wenn ich jetzt schreiben würde, das diese Ernährungsweise einfach so von der Hand geht. Gerade am Anfang ist es schwer über alle Lebensmittel bescheid zu wissen. Man bekommt den Dreh raus, wenn man sich wirklich damit außer einander setzt. Und ja ich habe auch Fehler gemacht (Ketchup zu Pommes) oder auch einfach mal gegessen, „weil es nicht anders ging“ aber im Großen und Ganzen halte ich mich gut und das werde ich auch weiterhin so handhaben.

Hab ich Veränderungen gemerkt?

Ja und das sogar ziemlich schnell. Nach den ersten Tagen hab ich mich soviel besser gefühlt, dass ich es gar nicht richtig beschreiben kann. Fitter, mehr Energie und mein ganzes Körpergefühl war schlagartig besser. Aber natürlich gibt es auch eine Kehrseite, die ersten 10 Tage ohne Kaffee hatte ich eigentlich ständig leichte Kopfschmerzen, obwohl ich soviel Wasser getrunken habe. Das ist auch gleich ein netter Sideeffekt, der sich bei mir eingestellt hat, ich trinke viel mehr und das ohne ständig darauf achten zu müssen.

Karottenkuchen mit Nussglasur – sooo lecker

Dieser „Reset“ hat meinem Körper also richtig gut getan und ich werde diese Ernährungsweise weiter verfolgen, weil ich mich einfach wesentlich besser damit fühle. Natürlich nicht ganz so streng, also ich verzichte nicht mehr auf meinen Kaffee und auch nicht auf ein Gläschen Wein, wenn ich mich mit meinen Freundinnen treffe. Was ich witzigerweise gar nicht vermisse ist Schokolade, ich war eigentlich immer ein großer Schokoladentiger, aber die lässt mich gerade noch sehr kalt. Hoffentlich bleibt das ein bisschen so.

Meine abgewandelten Rezepte werde ich sicher mal auf den Blog unter der Rubrik Food veröffentlichen. Die original Rezepte müsst ihr aber schon aus dem Buch nehmen. Es ist wirklich jeden Cent wert! –> Eine ganz große Herzensempfehlung!

Macht’s gut & bis bald!
Xoxo

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